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Reich der Schatten
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Warnung: Diese Geschichte enthält Gewalt und sexuellen Missbrauch. Wer damit nicht konfrontiert werden möchte, sollte sie nicht lesen.
Hinweis: unbekannte Begriffe, Tiere etc werden erst später irgendwann erklärt. Da daraus eine neue Welt entstehen soll, kommt dies häufiger vor.
Flucht vor der Welt
Zu einer anderen Zeit. Auf einem anderen Planeten. Die junge Saheira hat Angst. Sie lebt in einem Land, wo die Frauen die Sklaven der Männer sind. Es wird ein Fest in ihrem Dorf gefeiert, dass über ihre Zukunft entscheiden wird.Sie möchte fliehen, doch es gibt ein Problem. Die Gefahr einer Vergewaltigung einer unverheirateten Frau auf der Straße ist hoch und legal. Was wird die 13jährige tun.
Band 1 Gefangen
Saheira war heiß. Die Sonnen standen im Moment beide im Zenit und machten das Stehen in der prallen Hitze unerträglich. Aber wie alle anderen Mädchen bis 14 Jahre hatte sie keine Wahl. Neben ihr stand ihre Freundin Tahara und lächelte. Sie alle standen nebeneinander in einer Reihe und sahen der Zeremonie zu. Gleich zwei Jungs aus ihrem Dorf wurden heute 16. Das letzte Mal war es nur einer gewesen und er gehörte zu den Kaltmondkindern im Dorf. Dort hatten ihr die Füsse nicht so gebrannt und sie hatte auch noch keinen Grund zu schwitzen gehabt. Nur ein Teil von Sahiras Schweiß wurde durch ie Hitze ausgelöst. Eigentlich was es vor allem Angst. In den Kaltmonden hatte sie sich noch keine Sorgen gemacht, doch auf einmal zeigte ihr ehemals flacher Oberkörper erste Wölbungen einer Frau. Nur wenige Jungs, die 16 wurden und damit zu jungen Männern aufstiegen wählten flache Mädchen. Jetzt, wo ihre fraulichen Mermalen sich begannen auszubilden war die Gefahr größer. Noch tanzten die beiden Jungen mit den frisch verheirateten Männern ums Feuer. Doch bald würden sie ihr Tattoo bekommen und dann die Reihe der Mädchen entlang gehen. Jeder würde sich für eine entscheiden. Diese müsste dann die Nacht mit ihm verbringen und am nächsten Morgen würden die jungen Männer entscheiden ob sie es heiraten wollten oder nicht. Sollte die Antwort Nein lauten, suchte er sich ein anderes Mädchen, durfte mit ihm aber keine Nacht vor der Hochzeit verbringen. Aber eine Woche nach dem 16. Geburtstag waren alle jungen Männer verheiratet. Saheira richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Zeremonie. Im Kreis standen alle Dorfbewohner um die bis 20jährigen tanzenden Männer herum. Den Jungs, die auch bald ihren nächsten Lebensabschnitt erreichten war die Vorfreude ins Gesicht geschrieben und sie warfen hin und wieder gierige Blicke zu der Reihe der Mädchen. Jüngere sahen eher neidisch dem Feuertanz zu. Langsam näherte sich der Feuertanz dem Ende und die beiden Jungen hatten bereits etwas Alkohol im Blut, denn die jungen Ehefrauen schenkten ihnen immer wieder Tinselschnaps in ihre Becher. Mit einem tierischen Laut beendete der Heiler den Feuertanz. Nur er und die angesehensten Männer des Dorfes durften Tierfell tragen. Bei dieser Zeremonie trug er das Fell eines Dreihörnigen Gnaras. Obwohl es ein grazilles Tier mit dünnem Fell war, sah man wie der Schweiß ihm über seine einzige nackte Körperstelle, dem Bauch, lief. Dann warf der Heiler ein getrocknetes Gemisch aus Tier- und Pflanzenteilen in das Feuer und es loderte stark auf. "Blättertanz" verkündete er mit seiner verrauchten Stimme. Alle umstehenden Dorfbewohner schrien und klatschten begeistert als der neue Name des einen Jungen bekannt gegeben wurde. Einige begannen erneut zu trommeln. Der Name "Blättertanz" passte zu ihm. Er bewegte sich geschmeidig und war fast so grazill wie ein Gnara. Seine grünen Augen untermalten den Namen. Erneut warf der Heiler Getrocknetes ins Feuer und im Auflodern der Flammen erkannte er den Namen des anderen Jungen. Saheira sah ihn sich genauer an. Er war muskulös und seine Haut war ein bisschen dunkler als die der anderen. Seine Augen waren braun und spiegelten eine Kraft und Liedenschaft wieder, die sie beinahe zurücktreten ließ. "Feuersturm" rief der Heiler aus und auch dieses mal jubelte die Menge. Während der Metallverformer sich auf den Weg in seine Hütte mahcte, begann der Feuertanz erneut, begleitet von Gesang und Getrommel. Auch die Männer um das Feuer schwitzten, aufgeheizt durch die Bewegungen und die Hitze der Flammen obwohl sie den Vorteil des Schattens hatten. Bald war es soweit. Saheira hatte versucht mit Stoff aus Pflanzen ihre Wölbungen zu verstecken, doch ihr Vater hatte sie dabei erwischt. Eine Gänsehaut lief ihr über den Rücken als sie daran zurückdachte. Der einzige Grund, warum er sie so einfach davonkommen lassen hatte, war seine Hoffnung, dass sie in einer Woche verheiratet sein würde. Und ein blaues Auge oder ein fehlender Zahn würde die Chance nicht gerade erhöhen. Der Metallverformer kam mit 2 kleinen Metallzeichen, die er mit Zangen hielt, wieder. Eins war das Zeichen für Blättertanz und das andere für Feuersturm. Beide glühten und die jungen Männer stoppten ihren Tanz und starrten sie an. Dann traten die beiden 16jährigen einen Schritt hervor. Der Heiler nahm die rechte Hand des grünäugigen in einen festen Griff.
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